Energiewirtschaft und Industrie in den USA bekämpfen Obamas ehrgeizige Klimaziele

Veröffentlicht am 23. Mai 2009 | Kategorie: Allgemein | Ansichten: 1.901

Mit dem „American Clean Energy and Security Act of 2009″ will US-Präsident Barack Obama gemeinsam mit seinem Energieminister Steven Chu die USA zu einem der Vorreiter in Sachen Klimaschutz machen. Bis zum Jahr 2050 soll der CO2-Ausstoß um bis zu 83 Prozent gesenkt werden und bis zum Jahr 2020 soll bereits 15% des Stroms in Amerika aus erneuerbaren Energien stammen sowie eine CO2-Reduktion von 20 Prozent gegenüber 2005 erreicht werden. Obwohl das Energy and Commerce Committee am letzten Donnerstag noch mit einer 33 zu 25 Mehrheit für das Gesetz stimmte, regt sich bereits Widerstand aus einigen Lagern der Wirtschaft.

So wird das Reduktionsziel beim CO2-Ausstoß für 2020 wohl nur noch bei 17 Prozent liegen und auch weitere ambitionierte Klimaziele stehen auf der Kippe. Das Klimagesetz von Obama und Chu muss sowohl vom Repräsentantenhaus wie auch vom Senat abgesegnet werden und wissenschaftler wie Umweltschützer fürchten hier eine Aufweichung der Vorgaben durch Republikaner und einzelne Demokraten. Joe Barton, Chef des Energieausschusses von Seiten der Republikaner stellte bereits klar, dass er Wachstum und Gewinne der Wirtschaft für wichtiger erachte als den Klimaschutz. Bleibt zu hoffen, dass sich nicht allzuviele US-Politiker so entscheiden.

Artikel „Umweltwende in den USA – Obamas Klimaziele stehen auf der Kippe“, 22.05.2009, Spiegel Online
Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,626257,00.html

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  1. […] wollte die USA mit dem Green New Deal voranbringen, doch von Anfang an haben Energiewirtschaft und Industrie die ehrgeizigen Klimaziele von Barack Obama bekämpft. Dabei scheinen sie eine zweiffelhaften Erfolg gehabt zu haben, denn wie Welt Online mit Berufung […]