Schmelzende Eisberge verlangsamen die Klimaerwärmung

Veröffentlicht am 01. Jan 2009 | Kategorie: Natur & Umwelt | Ansichten: 5.291

Keine Frage: Die Entwicklung des globalen Klimas ist extrem komplex und vom Menschen nicht vollständig erfasst oder nachvollziebar. Und auch wenn wir mit ziemlicher Sicherheit (also sehr sicher aber nicht 100%ig) für den Klimawandel mitverantwortlich sind, scheint der unsere Erde zum Glück auch eine Art Selbstheilungsprozess in Gang zu stoßen. Geochemiker der Universität von Leeds konten in der Antarktis jetzt nachweisen, dass die schmelzenden Eisberge quasi das Meer düngen. Beim Schmelzen lassen sie feinste Eisenpartikel in den Ozean, die wiederum Plankton und Algen wachsen lassen, wobei letztere wiederum der Atmosphäre per Photosynthese das Treibhausgas CO2 entziehen und damit die globale Erwärmung verlangsamen.

Der Geochemiker Raiswell schätzt die Menge an Kohlendioxid, die durch die Eisbergdüngung entsorgt wird auf rund 2,6 Milliarden Tonnen CO2. Diese Menge klingt zwar enorm groß und entspricht in etwa den gesamten Treibhausgasen, die in Indien und Japan aus Kraftwerksschloten, Hauskaminen und Autoauspuffen quillen, kann die Erderwärmung alleine aber nicht stoppen. Es scheint also so, als würde der Planet uns bei der Bekämpfung des Klimawandels helfen, allerdings entbindet es den Mensch nicht von seiner Pflicht seine Lebensweise nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten.

Artikel „Klima – Dünger aus der Eiswüste“, 29.12.2008, Spiegel Online
Link: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,598490,00.html

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