Pro-Spritschlucker Kfz-Steuerkonzept ruft Empörung hervor

Veröffentlicht am 22. Jan 2009 | Kategorie: Auto & Verkehr | Ansichten: 1.414

Eigentlich wurde bereits im Jahr 2005 beschlossen die Kfz-Steuer zu reformieren und in Zukunft nicht mehr nach Hubraum sondern nach CO2-Ausstoß zu bemessen. Eine am CO2-Ausstoß und damit auch am Verbrauch ausgerichtete Steuer sollte die Entwicklung und den Verkauf von Autos mit geringem Spritverbrauch und geringer Klimabelastung ankurbeln. Nachdem die Reform in den letzten drei bis vier Jahren nicht umgesetzt wurde, plant die Bundesregierung laut einem Entwurf des Bundesfinanzministeriums jetzt als Bemessungsgrundlage für die Kfz-Steuer sogar wieder eine Kombination aus einer Besteuerung des CO2-Ausstoßes und des Hubraums. Neuwagen sollen demnach nach CO2-Ausstoß besteuert werden, allerdings soll bei besonders großen Autos die Mehrbelastung durch Nachlässe an anderer Stelle ausgeglichen werden.

Mit diesem lächerlichen Konzept erntete Finanzminister Peer Steinbrück nicht nur Kritik von Umweltschützern sondern auch aus den eigenen Reihen und von fast allen großen Deutschen Automobilverbänden. Die Vorwürfe reichen von „Steuern runter für Luxuskarossen. Das ist skandalös“ (Grüne), über „Das vorliegende Modell der Bundesregierung vernachlässigt den Grundgedanken, verbrauchsarme Pkw mit geringen CO2-Emissionen besonders zu belohnen“ (ADAC) und „Magere Steuern für Fette Autos“ (ACE) bis zu „Klimapolitische Katastrophe“ (VDE).

Artikel „Kfz-Steuerkonzept – Eine klimapolitische Katastrophe“, 22.01.2009, Focus.de
Link: http://www.focus.de/politik/deutschland/kfz-steuerkonzept-eine-klimapolitische-katastrophe…

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