Lässt der Klimawandel die Korallen am Great-Barrier-Riff eingehen?

Veröffentlicht am 02. Jan 2009 | Kategorie: Natur & Umwelt | Ansichten: 2.773

Korallen gelten durch den Klimawandel als besonders gefährdet: Denn der steigende CO2-Gehalt der Atmosphäre führt zu einem niedrigeren pH-Wert der Ozeane und gleichzeitig lässt die globale Erwärmung auch die Wassertemperaturen ansteigen. Als Folge wird die Bildung neuer Kalkschalen erschwert oder ganz verhindert. Forscher vom australischen Institut für Meereswissenschaften in Queensland haben aus diesem Anlaß die Korallen am berühmten und 2000 Kilometer langen Great-Barrier-Riff in Australien untersucht.

Das Wachstum der Korallen soll inzwischen das langsamste innerhalb der letzten 400 Jahre sein. Als Ursache nennen die Experten vom Institut für Meereswissenschaften die vom Menschen freigesetzte Menge am Treibhausgas Kohlendioxid (CO2), das die Ozeane versauern lässt. Besonders gefährlich: Die Korallenriffe gehören zu den artenreichsten Lebensräumen in den Meeren. Sie sind Geburtsort und Rückzugsgebiet vieler Organismen und damit für das Leben im Meer unersetzlich.

Artikel „Great-Barrier-Riff – Korallen wachsen nur noch sehr langsam“, Spiegel Online, 02.01.2009
Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,599112,00.html

Tags zum Beitrag:
, , , , , , , , , ,
Ähnliche Beiträge zum Thema:

1 Kommentar
Schreib uns deine Meinung »

  1. […] Das der ungebremste CO2-Ausstoß zu einer Versauerung der Ozeane führen kann, davor warnen Wissenschaftler bereits seit längerem. Hintergrund ist, dass mehr CO2 in der Atmosphäre zu einem niedrigeren pH-Wert der Ozeane führt. Bisher ging man davon aus, das diese Entwicklung in erster Linie die Bildung neuer Kalkschalen erschwert oder ganz verhindert und damit vor allem die Korallen gefährdet. […]