Forscher warnen davor, dass der Klimawandel zu Hungersnöten führen könnte

Veröffentlicht am 09. Jan 2009 | Kategorie: Essen & Trinken | Ansichten: 1.327

Die im Jahr 2007 veröffentlichte Prognose des Uno-Klimarats IPCC zu den Sommertemperaturen von 2050 bis 2090 stützt sich auf 23 verschiedene Klimamodelle. Der Klimaforscher David Battisti von der University of Washington in Seattle und die Umweltökonomin Rosamond Naylor haben diese Klimamodelle jetzt analysiert und sie auf die Landwirtschaft angewendet. Die Ergebnisse sind, dass der Klimawandel drastische Folgen für die Ernährung der Menschheit haben wird, wenn diese sich nicht schnell anpasst.

Denn die steigenden Temperaturen werden zu massiv sinkenden Ernteerträgen von Grundnahrungsmitteln führen und so könnte gegen Ende des Jahrhunderts die Hälfte der Erdbevölkerung von Hungersnöten bedroht sein. Am stärksten sollen die äquatornahen Regionen betroffen sein, aber auch in den gemäßigten Breiten werden die Auswirkungen zu spüren sein. Um die möglichen Hungersnöte abzuwenden und die daraus resultierenden gewaltigen Völkerwanderungen zu vermeiden müsse in Anpassungsmaßnahmen (wie z.B. neue und widerstandsfähigere Saatgut-Sorten) investiert werden, raten die beteiligten Forscher.

Eine weitere sinvolle Maßnahme ist natürlich der Versuch, die Erderwärmung abzuschwächen und die großen Ernteausfälle damit gar nicht erst passieren zu lassen. Und gerade hier sind die Politiker, Unternehmen und auch die Menschen in den Industrienationen und Schwellenländern gefordert. Denn er ärmste Teil der Weltbevölkerung trägt nur unwesentlich zum Klimawandel bei, während wir mit ein paar Einschränkungen unseren Lebensstil klimafreundlicher und nachhaltiger gestalten können.

Artikel „Klimawandel – Forscher warnen vor massiven Hungersnöten“, 08.01.2009, Spiegel Online
Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,600242,00.html

Tags zum Beitrag:
, , , , ,
Ähnliche Beiträge zum Thema:

Comments are closed.