EU-Klimaregeln für Kraftfahrzeuge verstimmen Klimaschützer

Veröffentlicht am 02. Dez 2008 | Kategorie: Auto & Verkehr | Ansichten: 2.561

Die Europäische Union kommt der Autoindustrie – und insbesondere den deutschen Autoherstellern – entgegen und hat sich auf weniger strenge Umweltauflagen für Neufahrzeuge geeinigt. Dabei geht es um einen herben Rückschlag für alle Klimaschützer und den Kampf gegen den Klimawandel. Denn eigentlich war ab dem Jahr 2012 eine Emissionsgrenze von 120 Gramm CO2 pro Kilometer für Neuwagen geplant, diese Obergrenze wurde jetzt aber ganze drei Jahre auf das Jahr 2015 verschoben.

Der Kompromiss sieht allerdings weiterhin vor, dass ab 2012 die Grenze von 120 Gramm von 65% der Neuwagen eingehalten werden muss. Über weitere Stufen soll diese Regelung dann bis zum Jahr 2015 auf alle neuen Autos ausgeweitet werden. Umweltschützer und Politiker der Grünen kritisierten, dass die EU-Politik (insbesondere unter dem Druck der Bundesregierung) die Interessen lobbystarker Industriebranchen vor den dringend notwendigen Klimaschutz stellen würde.

Artikel „CO2-Ausstoss von Neuwagen – EU kommt Autoindustrie entgegen“, 02.12.2008, Spiegel Online
Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,593890,00.html

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  1. […] versuchen, den Status Quo beizubehalten. Bestes Beispiel ist hierfür aktuell die Autoindustrie, die statt alternative Antriebe oder sparsamere Autos zu entwickeln lieber für weniger strenge […]

  2. […] weniger sparsamere Autos kaufen. Zusätzlich würde die Fehlentscheidung der EU, die Klimaziele für Neuwagen auf 2015 zu verschieben, für potentiellen Stillstand bei der Entwicklung sparsamerer Fahrzeuge […]