Umwelt-Skandal in Deutschland: Steuervorteil trotz schlechten Rußfiltern

Veröffentlicht am 24. Nov 2008 | Kategorie: Auto & Verkehr | Ansichten: 2.342

Die Nachrichtenagentur AP berichtet unter Berufung auf Regierungskreise, dass die Bundesregierung gegen die rund 40.000 Dieselautos mit mangelhaften Rußpartikelfiltern nichts unternehmen will. Sie wird wohl auf die Rückforderung von rund 16 Millionen Euro Steuern sowie auf Fahrverbote für die umweltschädlichen Autos verzichten und die Fahrzeuge dürfen selbst ihre grüne Umweltplakette behalten. Dabei geht es um Fahrzeughalter, die ihre Autos mit Partikelfiltern der Firmen GAT, Bosal und Tenneco gegen den gefährlichen Feinstaub hatten nachrüsten lassen, die aber praktisch keine Wirkung hatten.

Die Besitzer solcher Fahrzeuge konnten die mangelhaften Filter kostenlos gegen funktionierende ersetzen lassen, ca. 40.000 Menschen haben dies aber trotz eines Aufrufs des Kraftfahrt-Bundesamts und des entsprechenden Kulanzangebots nicht machen lassen. Die Deutsche Umwelthilfe will aufgrund dieses Skandals sogar ein Rechtsgutachten vorlegen, dass die Rechtswidrigkeit des Vorgehens der Regierung darlegen soll.

Artikel „Dieselautos mit Schrottfiltern behalten Steuervorteil“, 23.11.2008, Spiegel Online
Link: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,592210,00.html

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