OECD erwartet höhere Kosten beim Klimaschutz

Veröffentlicht am 11. Nov 2008 | Kategorie: Allgemein | Ansichten: 1.375

Nach Berechnungen der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) werden die Kosten für den Schutz des Klimas und unserer Erde stärker als bisher angenommen steigen. Hintergrund ist das stärkere Wirtschaftswachstum der letzten Jahre vor allem in den Schwellenländern sowie die bisherigen Verzögerungen beim Klimaschutz. Die OECD-Umweltdirektorin Helen Mountford empfiehlt, dass schnellstmöglich wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel umgesetzt werden, da sich der Klimawandel am preisgünstigsten bekämpfen lasse, je früher damit begonnen werde. Allerdings rechnet die OECD damit, dass entschlossener, globaler Klimaschutz erst ab 2013 beginnt. Bisher war man von 2008 ausgegangen.

Besonderes Augenmerk sollte auch auf die andere Alternative gelegt werden: Denn laut OECD-Studie sind die Kosten für Umwelt- und Klimaschutz immer noch billiger als Nichtstun. Als Folge des Nichtstuns würden die Emissionen an Treibhausgasen bis zum Jahr 2030 um weitere 37 Prozent steigen und bis zum Jahr 2050 sogar um 52 Prozent. Eine große Anzahl an Tier- und Pflanzenarten wäre dann wahrscheinlich bereits ausgestorben und ca. 3,9 Milliarden Menschen würden unter akuter Wassernot leiden. Die OECD sieht die vier Bereiche Energieversorgung, Verkehr, Landwirtschaft und Fischerei als die Felder an, auf denen der dringendste Handlungsbedarf besteht.

Artikel „OECD-Prognose – Klimaschutz kostet mehr als gedacht“, 10.11.2008, Spiegel Online
Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,589539,00.html

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