Betrieb von Biomasse-Kraftwerken sorgt für Waldsterben

Veröffentlicht am 04. Nov 2008 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 1.644

Nicht jede nachhaltige Idee zur Energiegewinnung liefert auch ökologisch korrekte Resultate. So scheinen Biomasse-Kraftwerke eine gute Alternative zu Kohlekraftwerken zu sein. Statt fossilen Energieträgern werden dort Tonnen an Biomasse verfeuert. Beim Verbrennen der Biomasse, vorrangig Holz, wird nur die Menge an CO2 freigesetzt, die die Bäume beim wachsen aufgenommen haben. Gegenüber Kohlekraftwerken können so pro Jahr und Kraftwerk tausende Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) eingespart werden.

Allerdings wird bei der Sammlung der Biomasse in manchen Fällen mehr auf den kurzfristigen Profit als auf eine langfristige und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder geachtet. Die Auswirkungen zeigen sich z.B. auf einem rund 70 Hektar großen Waldgebiet bei Schmallenberg im Sauerland. Dort wurden vom Sturm umgeworfene Bäume sowie alle Äste und Ästchen aufgesammelt und selbst die noch stehenden Baumstümpfe ausgerissen. Zum Abräumen wie zum Transport wurden zusätzlich schwere Maschinen und Fahrzeuge eingesetzt um alles zu einem Biomasse-Kraftwerk zu transportieren.

Die Flächen werden dann kahlgeschlagen und von den Fahrzeugen verdichtet als kaputte Böden zurückgelassen. Ohne die gesunden Böden gibt es dann an diesen Stellen aber auch keinen gesunden Wald mehr und als Folge für die Biomasse-Kraftwerke auch weniger Biomasse zur Energiegewinnung.

Artikel „Biomasse – Modernes Waldsterben“ 04.11.2008, Focus.de
Link: http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/tid-12399/biomasse-modernes-waldsterben…

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