Klimaschutzziele der Unternehmen fehlen noch

Veröffentlicht am 30. Okt 2008 | Kategorie: Sonstiges | Ansichten: 1.662

Einige der führenden Investmentgesellschaften der Welt haben die Forschungsinitiative Carbon Disclosure Project (CDP) ins Leben gerufen. Sie beschäftigt sich damit, wie die größten Unternehmen aus allen Ländern mit dem Klimawandel umgehen. Aus der jüngsten Befragung ging hervor, dass zwar 60 Prozent der größten deutschen Unternehmen ihren Kohlendioxidausstoß inzwischen genau beziffern können, allerdings erst 30 Prozent dieser Unternehmen konkrete Emissionsziele aufgestellt haben. Eines der größten Probleme ist laut einem Mitarbeiter der Studie, dass die Teilnehmer der Befragung kaum einen Bezug zwischen den Klimaschutzziel der Bundesregierung und ihrem eigenen Handeln sehen. Dabei geht es um das ehrgeizige Ziel, dass Deutschland seinen CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 senken will. Dieses Ziel dürfte ohne Mitwirkung der großen Unternehmen sicherlich nicht erreichbar sein.

Doch es gibt nicht nur Negatives zu berichten. Als positives Beispiel wurde die Münchener Rück genannt, die den Klimaschutz bereits in viele Bereiche der Unternehmensführung integriert hat. So wird auf den Papierverbrauch oder die Notwendigkeit von Geschäftsreisen geachtet, der nergiebedarf des Unternehmens wird mit grünem Strom gedeckt und bei eigenen Investments spielen nicht nur Rendite sondern auch Umweltgesichtspunkte eine Rolle. Beleg dafür sind u.a. die Beteiligungen der Münchner Rück an Forst- und Photovoltaikunternehmen.

Artikel „Klimaschutz – Blind für den eigenen Beitrag“, 30.10.2008, Focus.de
Link: http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/klimaschutz-blind-fuer-den-eigenen-beitrag_aid…

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